Women in science

2020-07-08T12:06:49+00:00July 8th 2020|

Hannah Manz, University of Würzburg

Die Biologie ist eine sehr komplexe Wissenschaft. Fürs Studium habe ich mich entschieden, weil dieses Fach als “Wissenschaft der Lebewesen” jeden einzelnen von uns betrifft und unglaublich viele Möglichkeiten bietet sich in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln. Auf der einen Seite steht für mich der tatsächliche Bezug zur Natur und zur Umwelt, den ich schon immer habe. Auf der anderen Seite die Begeisterung für das große Fachgebiet der Medizin und die Faszination, dass man die Physiologie des Menschen beschreiben und einige Dinge sogar auf molekularer Ebene verstehen kann. Es wird hier immer etwas zu entdecken sein.

Dass Frauen in der Welt der Wissenschaft eine andere Rolle spielen als Männer, kann ich aus der Perspektive als Doktorandin so nicht behaupten. Während des gesamten Studiums war das Verhältnis der Geschlechter – zumindest unter den Studenten – sehr ausgeglichen. Mir ist aber natürlich auch klar, dass sich das vermutlich ändern wird. Sobald man nach der Doktorarbeit die akademische Laufbahn für sich wählt. Das kann “als Frau” sicher durchaus knifflig werden, nämlich dann, wenn man in der Welt der Forschung versucht etwas zu erreichen, aber auch (eine junge) Mutter sein möchte. Ich bin hier aber trotzdem zuversichtlich, dass es für die, die diesen Weg gehen möchten, auch möglich ist.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich noch nicht genau weiß, was ich nach meiner Doktorarbeit machen werde. Für mich ist alles offen und ich finde nicht, dass es immer nötig ist ein definiertes Ziel vor Augen zu haben, spielt doch der Zufall eine nicht unbedeutende Rolle im Leben. Für den Moment bin ich sehr glücklich über alles was ich an unterschiedlichsten Dingen im Studium lernen durfte und auch mit der Entscheidung eine Doktorarbeit anzufangen. In meinen Augen ist die naturwissenschaftliche Forschung etwas Wunderschönes. Es ist faszinierend, wie viel man tatsächlich weiß und auch fordernd, weil vieles nach wie vor unbeschrieben ist. Man hat die Freiheit, nach Antworten auf bislang unbeantwortete Fragen zu suchen.
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Biology is a very complex science. I decided to study this subject because the “Science of Life and Living Beings” affects every one of us and offers diverse disciplines that provide the option to develop in very different directions. On the one hand, there is the relation to nature and the environment that I have always had. On the other hand, the enthusiasm for the field of medicine and the fascination that it is possible to describe the physiology of humans and that some things can even be understood on a molecular level. There is always something new to be discovered.

From the perspective of a doctoral student, I cannot say that women play a different role in the world of science than men. The gender ratio – at least among the students – was evenly balanced throughout my studies. I know, of course, that this will probably change at some later point. If you decide to go for an academic career after completing your PhD it may be more tricky for women than men. Especially if you intend to be successful in the world of research, but also want to be a (young) mother. Nevertheless, I am confident that it is also possible for those who choose this path.

For my part, I still don’t know exactly what I will do after my PhD. I am very open to everything and I think it is not always important to have a clearly specified vision, as change plays a large role in life. Currently, I am very happy with the things I have learned during my studies and grateful for the opportunity to start a PhD thesis. In my eyes, scientific research is something really beautiful. It is fascinating how much we actually know and at the same time demanding as there is much more still unknown.